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Sicherheitshalber Wegsehen?

Im Blog sammeln sich Entwürfe für Postings, doch je mehr ich versuche Persönliches zu schreiben, desto mehr fällt mir auf, dass ich dazu auch persönliche Geschichte aufschreiben müsste. Das ist etwas, was ich die letzten Jahre gerade versucht habe zu umschiffen. Weil dann garantiert hier Dinge aufgeschrieben würden, die nicht angenehm zu lesen wären. Folglich stellt sich mir eine Frage:

Wie gehe ich mit so was um? Einfach runter schreiben, weil’s nun mal mein Leben ist? Oder vor entsprechende Beiträge „Triggerwarnung“ davor schreiben, aus Rücksicht? Oder mache ich damit das Wegsehen zu leicht? Und vor allem: Ermutige ich nicht damit das Wegsehen?

Denn: Wegsehen ist für Menschen gleich welcher Belastung die schlimmste Strafe. Es ist so leicht zu verdrängen, dass es einem anderen Menschen schlecht geht, man schaut flüchtig hin, und dann schnell weiter und sich vielleicht später noch freuen, dass man nicht selbst betroffen ist. Ein Gesunder Mensch nimmt einen Kranken immer nur für den Augenblick wahr. Und vielleicht danach nie wieder. Der Betroffene kann sich nicht abwenden.

Wenn ich also das Wegsehen noch erleichtere,  führe ich das ganze Blog nicht ad absurdum? Ich merke dass mir nicht leicht fallen wird, aufzuschreiben, was ich mir vorgenommen habe. Ich bin da gerade echt uneins mit mir selbst.

Kommentare oder Vorschläge erwünscht – und habt einen gesunden Sonntag!

 

 

Categories: Fragen an die Leser Selbst-Erklärend

Zixxel

7 replies

  1. Hallo Zixxel,

    ich habe Dir gestern Abend noch eine recht ausführliche Mail zu meiner eigenen Situation geschrieben. Aus meiner Sicht geht es hier nicht um ein Vergnügungsmedium für Deine Leser sondern um ein Ventil für Dich, daher schreib alles auf, was Dich befreit. Es geht nur um DICH!

    Hau rein! Einen guten Start in die neue Woche

    CptBlaubaer

  2. Die Fragen kannst nur du dir beantworten. Grundsätzlich gilt aber: Es ist dein Blog, dein Inhalt, deine Themen. Schreib nicht für Leser, sondern für dich. Sei du dabei. Und genieß, dass das Schreiben eine Wohltat sein kann. Es muss nicht alles den Weg in die Öffentlichkeit finden. Manchmal bleibt ein fertiger Beitrag auch einfach ein Entwurf – aber er KÖNNTE offen sein.

    Aus eigener Erfahrung: Zensiere ich mich, lebt mein Text nicht. Und ich zensiere, bevor andere die Möglichkeit haben, von meinem Text zu profitieren.

    Am Ende bleibt: Du schreibst für dich. Nicht für uns.

    1. Danke für deine hilfreichen Worte, die ich sehr schätze. Du hast mir gegenüber echt Erfahrungsvorsprung, weil ich ein „ehrliches“ Blog noch nie geführt habe.

  3. Ich wäre dafür, dass du alles schreibst, was dir in den Sinn kommt. Da du schon schreibst, dass einiges triggern könnte, würde ich es so halten, dass ich an Tagen, an denen ich nicht bereit bin, getriggert zu werden, einfach nicht hier rein gucke. Lesen werde ich möglichst alles. Nur dann eben vielleicht ein – zwei Tage später. 🙂
    Bin gespannt, wie sich das hier entwickelt. 👍🏻

  4. Hallo Zixxel :D!
    Die Frage nach dem, was darf ich meinen Lesern zumuten? Hatte ich ebenfalls. Bei einigen Bildern habe ich sogar ein kleinen Warnhinweis gegeben, wobei bei der Direktansicht das eh überflüssig ist. Zumindest habe ich keine Ausblendefunktion. Ansonsten ist meine Devise: Was raus muss, muss raus. Ich blogge vieles zum Thema aber nicht alles aus meinem Leben :). Du bestimmst halt immer noch was Privat ist und was hier rein darf, beginnst du aber schon vorher zu zensieren, weil du meinst das könnte zu brenzlig für andere sein, dann tust du dir damit selbst nicht unbedingt ein gefallen. Wenn man erst einmal beginnt einfach was rauszuschicken, dann kann das eine tolle Erleichterung sein, denn dann kann man im Kopf auch damit abschließen. Ich wünsche dir für deinen Blog, dass du deinen Weg findest 🙂

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